1. Oktober 2022

Wie Schüßler-Salze Gelenk-Beschwerden lindern können

Simone Dahlmann-Buscher, Heilpraktikerin, Wuppertal

Wenn Gelenke bei Kälte schmerzen

Tanzen, in die Hocke gehen, sich recken und strecken – jede Form der Bewegung ist lange Zeit mühelos machbar. Mit den Jahren allerdings, kann sich die Bandbreite verringern. Heilpraktikerin Simone Dahlmann-Buscher aus Wuppertal erklärt, warum gerade in der kalten Jahreszeit Beschwerden auftreten und wie die Mineralsalze nach Dr. Schüßler bei Gelenkbeschwerden helfen können.

Grau, nass und kühl ist es draußen. Während die meisten das einfach nur ungemütlich finden, gibt es viele, die von dieser Wetterlage auch physisch beeinträchtigt sind und besonders stark unter Gelenkschmerzen leiden. Die Schmerzen können von muskulären Verspannungen herrühren. Oft steckt dahinter aber ein mehr oder minder schmerzhafter Gelenkverschleiß, auch Arthrose genannt. Arthrose ist die am meisten verbreitete muskuloskelettale Krankheit der Welt. Allein in Deutschland leiden darunter mindestens 5 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Oft betroffen sind der Rücken, die Hüfte und die Knie, der Schulterbereich, häufig auch die Finger.

Doch warum werden die Beschwerden bei Kälte schlimmer? Simone Dahlmann-Buscher erläutert: „Kälte macht alles zäh. Sie verringert den Anteil sowie die Funktion der Gelenkflüssigkeiten. Damit sind viele Gelenke buchstäblich ganz einfach schlechter geschmiert als im Sommer – und der Reibungsschmerz nimmt zu“. Auch Sehnen, Bänder und Muskeln sind oft nicht auf Betriebstemperatur, schlechter durchblutet und verspannt.

Was gegen Gelenkschmerzen hilft

Auch wenn das Wetter nicht ideal ist: Wer jetzt regelmäßig für körperliche Aktivität sorgen kann, kommt entspannter durch den Winter. Denn moderate und regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Schmerzen in Gelenken zu reduzieren und weiterem Gelenkverschleiß vorzubeugen. Bewegung hilft, die Gelenke besser zu durchbluten und baut wichtige Gelenkschmiere auf. „Versuchen Sie, mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten Sport zu treiben, der die Gelenke stabilisiert wie etwa Wassergymnastik, Radfahren oder Nordic Walking.“, empfiehlt die Expertin.

Ob akute oder chronische Beschwerden: Auch Saunabesuche tun gut, sofern keine akute Entzündung vorliegt. Der Wechsel zwischen kalt und warm entkrampft verspannte Muskeln. Expertin Dahlmann-Buscher empfiehlt ihren Patienten zudem Massagen: „Massagen entspannen und lindern den Schmerz.“

Grundsätzlich wichtig bei der Neigung zu Gelenkbeschwerden ist die Ernährung. Sie sollte überwiegend basisch sein, um die Entzündungsneigung im Körper zu reduzieren. „Bewährt hat sich ein gemüsebetonter Speiseplan, mit guten Ölen, vor allem Omega-3-Fettsäuren, reichlich Hülsenfrüchten und Nüssen, etwas Fisch und nur wenig Fleisch“, so Dahlmann-Buscher.

Mineralsalze für mehr Festigkeit

Ein wichtiger Baustein der Arbeit von Heilpraktikerin Simone Dahlmann-Buscher sind die Mineralsalze nach Dr. Schüßler. „Sie tragen zu einer optimalen Versorgung der stabilisierenden Gewebe mit Mineralien bei. Denn oft kann der Körper bei Beschwerden essenzielle Mineralsalze nicht richtig aufnehmen und verarbeiten. Schüßler-Salze tragen durch sanfte Impulse zu einer Selbstregulation auf Zellstoffwechselebene bei.“, erläutert die Heilpraktikerin.

Sie hat bei vielen Patientinnen gute Erfahrungen mit einer Schüßler-Gelenke-Kur gemacht. Die Kur besteht aus den Salzen Nr. 1, Nr. 8 und Nr. 11. Die Expertin erläutert: „Die Nr. 1 Calcium fluoratum festigt die Knochen, Nr. 8 Natrium chloratum reguliert den Flüssigkeitshaushalt und wirkt als Knorpelmittel und die Nr. 11 Silicea sorgt für feste Strukturen im Körper.“ Für die Gelenkkur lässt man täglich über insgesamt zwölf Wochen hinweg jeweils vier Tabletten (morgens Nr. 1, mittags Nr. 8, abends Nr. 11) im Mund zergehen.

Das Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum tut gut bei Arthrose mit entzündlicher Tendenz (Arthritis). Wenn also Schwellungen und Rötung auftritt und die betroffene Körperstelle sich zudem oft heiß anfühlt. „… dann kann Nr. 3 helfen, das Entzündungsgeschehen zu beruhigen“, so Dahlmann-Buscher.

Bei akuten Schmerzen kann das Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum zusätzlich lindern. „Die Nr. 7 wirkt lockernd auf Muskeln und Nerven. Ich empfehle meinen Patientinnen bei akuten Schmerzen die Einnahme als »Heiße Sieben«: 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und schluckweise trinken. Das entspannt.“, so Dahlmann-Buscher.

Um Beschwerden gezielt örtlich zu behandeln, sind auch Schüßler-Salben bewährt: „Viele Menschen möchten, wenn sie Schmerzen haben, auch äußerlich und selbst etwas dagegen tun. Einreibungen mit Salben sind da für viele ein naheliegendes Mittel. Zudem ist die Massagewirkung, das sanfte Ausstreichen am Gelenk, einfach wohltuend. Rötungen bessern sich oft mit Salbe Nr. 3 und Salbe Nr. 8 kann eingesetzt, wenn sich die Beschwerden bei feucht-kaltem Wetter verschlimmern“, so Expertin Dahlmann-Buscher.

Hausmittel bei Schmerzen

Ob einem bei Gelenkschmerzen eher Wärme- oder Kälteanwendungen guttun, muss jeder selbst herausfinden. Bei entzündlicher Arthrose lindert meistens Kälte die Beschwerden, etwa in Form von kalten Güssen oder einem Quarkwickel: Dafür wird Quark aus dem Kühlschrank großzügig auf dem Gelenk verstrichen, mit einem Tuch umwickelt, bis der Quark trocken ist. Abspülen und insgesamt dreimal täglich wiederholen. Liegt kein akuter Entzündungsschub vor, helfen Wärmeanwendungen gut. Sie erweitern die Gefäße und verbessern die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen. Dahlmann-Buscher: „Schön sind warme Bäder mit Rosmarin oder Lavendel. Eine tiefe Gewebeerwärmung schaffen auch Einreibungen mit Bienengift oder Capsicum.“

Simone Dahlmann-Buscher

Simone Dahlmann-Buscher führt seit über 35 Jahren in Wuppertal ihre Praxis als Heilpraktikerin. Ein Schwerpunkt ihrer therapeutischen Arbeit sind Gelenkbeschwerden und Erkrankungen im Seniorenalter. Zudem war Simone Dahlmann-Buscher Dozentin für Homöopathie an einer Heilpraktikerschule, Vorsitzende des Biochemischen Vereins Wuppertal und ist seit vielen Jahren als Fachreferentin für Homöopathie und der Therapie mit Schüßler-Salzen tätig.
Infos: simone-dahlmann-buscher.de