19. September 2021

Schüßler-Salze für Kinder

Günther H. Heepen, Heilpraktiker, Bamberg

Kinder machen bis zur Pubertät gesundheitlich so einiges mit: Unzählige Infekte, Bauchweh-Episoden, Wachstumsschmerzen und andere Beschwerden begleiten das Großwerden. Schüßler-Salze können in vielen Situationen helfen, akute wie auch wiederkehrende Beschwerden zu lindern. Kinder sprechen gut auf die sanften und nebenwirkungsfreien Schüßler-Salze an. Der Heilpraktiker und Schüßler-Experte Günther H. Heepen illustriert anhand einiger häufiger Beschwerden bei Kindern, wie und wann welche Schüßler-Salze eingesetzt werden können.

Welche Eltern kennen das nicht? Kaum ist der eine Schnupfen beim Kind ausgeheilt, kommt oft schon die nächste Erkältung. Infektionen treten in der Kindheit häufig auf: Das Immunsystem ist noch nicht fertig entwickelt. Auch die Darmflora befindet sich noch im Aufbau. Die Folge: Häufige Bauchschmerzen. Zudem braucht der Körper viel Energie fürs Wachstum. Und auch das kann weh tun – gleich ob es die ersten Zähnchen sind oder im Teenie-Alter die Knochen in die Länge schießen.

Der Heilpraktiker, Schüßler-Experte und Buchautor Günther H. Heepen hat jahrzehntelange Erfahrung in der Behandlung von verschiedensten Beschwerden mit Schüßler-Salzen. Eltern können seiner Erfahrung nach ihre Sprösslinge in vielen Gesundheits-Situationen sanft, sicher und wirksam mit Schüßler-Salzen behandeln: „Die Schüßler-Salze haben sich bei verschiedensten akuten und chronischen Beschwerden bei Kindern bewährt, um den Verlauf zu mildern, die Ausheilung zu fördern und den Organismus insgesamt wieder schneller in Balance zu bringen. Dabei sind sie sehr gut verträglich und können bei Bedarf auch mit anderen Medikamenten kombiniert werden.“

Der Experte erinnert daran, dass schnelle medizinische Abklärung bei Kindern immer dann unverzichtbar ist, wenn Beschwerden wie Fieber, Durchfall oder starke Schmerzen auftreten. Denn der Organismus eines Kindes kann heftiger und schneller auf gesundheitliche Herausforderungen reagieren als der eines Erwachsenen. „Verbessert sich der Zustand des Kindes nicht bald oder verschlechtert er sich gar, ist der Gang zum Arzt oder Heilpraktiker nötig.“ Der Heilpraktiker empfiehlt Eltern, sich bei allen erstmalig auftretenden und unklaren Beschwerden an einen medizinisch ausgebildeten und gegebenenfalls auch in der Schüßler-Therapie versierten Behandler zu wenden: „Besonders bei Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, lieber einmal mehr und früher.“

Nicht schon wieder ein Infekt!

Die kalte Jahreszeit fordert das Immunsystem von Kindern besonders. Aber auch im Sommer sind Kinder oft verschnupft. Gerade im Kleinkindalter treten Infekte häufiger auf, 6 bis 8 Infektionen pro Jahr bei Kindern sind durchaus normal. Günther Heepen betont, dass das zur Entwicklung sogar nötig ist: „Die Auseinandersetzung mit Krankheitskeimen ist wichtig für die Ausbildung des Immunsystems.“ Die Schüßler-Salze können den Organismus im Umgang mit den Krankheitserregern unterstützen, indem sie die Selbstheilungskräfte aktivieren.

„Infektions- und Entzündungskrankheiten durchlaufen meist drei Stadien“, erläutert Günther H. Heepen. „Das erste Stadium zeigt sich oft in Gliederschmerzen, Unwohlsein oder Frösteln. Hier ist Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12, bewährt. Es unterstützt den Sauerstofftransport im Blut und das wiederum gibt Energie, um die Krankheitserreger besser einzudämmen.“ Das zweite Stadium, in dem bereits die Schleimhäute betroffen sind, zeigt sich typischerweise mit Husten, Stockschnupfen, Fieber, Halsschmerzen oder Schwellungen. „In dieser Phase kann die Heilung mit Schüßler Salz Nr. 4 Kalium chloratum D6 unterstützt werden.“, so Günther Heepen.

Manchmal schleppt sich eine Erkältung aber über Wochen hin oder kommt immer wieder. In Fällen, in denen ein Infekt nicht richtig ausheilt, sollte man besser nochmal den Kinderarzt aufsuchen, empfiehlt der Experte. Um die Ausheilung in diesem sogenannten dritten Stadium zu fördern, hat er gute Erfahrungen mit dem Schüßler Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 gemacht. Das Mineralsalz kommt z.B. auch in den Schleimhautzellen vor. Wenn die Zellen gut damit versorgt sind, unterstützt das den Organismus beim Ausscheiden. Günther Heepen führt aus: „Die Schüßler-Salze füllen im Körper keinen Mineralmangel auf, sondern regen den Zellstoffwechsel gezielt an. So kann der Körper die bereits vorhandenen Mineralien optimal verarbeiten. Wenn diese Balance wieder hergestellt ist, werden die Selbstheilungskräfte des Körpers meist von alleine mit Erregern fertig.“

Wenn der Bauch drückt

Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden bei kleinen und auch größeren Kindern. Kommt Durchfall oder Erbrechen dazu, handelt es sich meist um einen Magen-Darm-Infekt. Aber oft kämpfen Kinder, deren Darmflora sich im Laufe der ersten Lebensjahre erst entwickelt, mit Verdauungsbeschwerden, Blähungen oder reagieren sensibel auf bestimmte Lebensmittel. Günther H. Heepen: „Oft können Kinder Schmerzen auch noch nicht genau lokalisieren. Sie sagen dann, ihnen tut der Bauch weh, obwohl es eigentlich der Kopf oder etwas anderes ist. Und auch wenn die meisten Bauchschmerzen harmlos sind, können sie auch ernstere Ursachen haben, wie etwa eine Blinddarm-Entzündung. Daher ist es wichtig, immer abzuklären, woher die Bauchschmerzen kommen.“

Handelt es sich um Blähungen und krampfartige Beschwerden, empfiehlt der Experte, das Schüßler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 unterstützend gegen die Schmerzen zu geben. „Das Schüßler-Salz Nr. 7 ist sehr bewährt bei Schmerzen und Krämpfen, also den typischen Begleiterscheinungen von Bauchweh, unter dem Kinder oft leiden.“, erläutert Günther H. Heepen. Der Experte empfiehlt die Einnahme als „Heiße 7“: Dazu löst man – je nach Alter – drei bis fünf Tabletten in einer Tasse mit heißem Wasser auf, lässt die Lösung etwas abkühlen und das Kind diese in kleinen Schlucken trinken, wobei jeder Schluck einen Moment im Mund bleibt.

Nach einem Magen-Darm-Infekt oder Antibiotika-Einnahme kann man das Schüßler-Salz Nr. 4 Kalium chloratum D6 einsetzen. Günther Heepen erläutert: „Das hilft, die gereizte und aus der Balance geratene Darmschleimhaut wieder zu beruhigen.“ Wenn das Kind aufgrund der Schmerzen unruhig oder quengelig ist, kann das Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 oft Linderung verschaffen. Es hat laut Günther H. Heepen eine ausgleichende Wirkung auf Nerven und Stimmung.

Juhu, ich wachse!

Endlich – der neue Zahn ist da und das kleine Kind zeigt ihn stolz lachend. Zuvor gab es für alle Beteiligten wahrscheinlich aber einige schlaflose Nächte und stressige Tage. Denn wenn die Zähnchen sich durch das Zahnfleisch arbeiten, tut das ziemlich weh. Zahnende Kinder haben neben den Schmerzen im Kiefer oft auch Verdauungsbeschwerden oder wollen nicht so recht essen, sind müde und können doch nicht schlafen. Günther H. Heepen: „Das Schüßler-Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 gibt Kraft für die Entwicklung von Knochen und Zähnen. Gerade in Zahnungsphasen ist es ein bewährtes Mittel. Gegen die Schmerzen kann auch die entkrampfende Nr. 7 helfen – auch den Nerven der Eltern, wenn der Nachtschlaf etwas kürzer ausfällt.“

Auch bis ein etwas älteres Kind feierlich am Türrahmen seine neue Größenmarkierung einmalt, gibt es meist eine schwierige Phase. Schnelle Wachstumsschübe sind für Kinder anstrengend, denn der Körper muss für das Wachstum viel Energie bereitstellen. Die Folge: Wachstumsschmerzen und allgemeine Abgeschlagenheit, manchmal sogar etwas Fieber. „Auch beim Knochenwachstum kann die Nr. 2 unterstützen.“, erläutert Günther Heepen. Der Heilpraktiker empfiehlt neben den Tabletten gerne auch die Salbe Nr. 2 zur äußeren Behandlung, wenn eine bestimmte Körperpartie wie der Rücken oder die Schienbeine besonders schmerzen. Das Schüßler-Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D12, setzt er dann ein, wenn ein Kind neben Knochen- und Gelenkschmerzen durchs Wachstum auch Probleme mit Bändern und Sehnen hat.

Günther H. Heepen

Günther H. Heepen

Günther H. Heepen ist Heilpraktiker, Buchautor und Psychotherapeut (HpG). Weiterhin ist der renommierte Schüßler-Salze Experte als Chefredakteur der Zeitschrift „Weg zur Gesundheit“ und als Vortrags-Referent und Fachgruppen-Ausbilder tätig. Er lebt und arbeitet in der Nähe von Bamberg.


Weitere Informationen finden sich auf seiner Website unter guenther-heepen.com

So vielfältig wie die Beschwerden von Kindern sind, so breit sind auch die Behandlungsmöglichkeiten mit Schüßler-Salzen. Wer gerne mehr darüber erfahren will, kann weitere Empfehlungen in einem der zahlreichen Bücher von Günther Heepen nachlesen. Eine Buchauswahl finden Sie hier.

Buchtipp

Günther H. Heepen
Schüßler-Salze für Kinder
Schnell und sicher zum richtigen Mittel
Klappenbroschur 9 × 15,4 cm, 96 Seiten
7,99 €